Heute Morgen bin ich durch den Wald hier in Wolfsburg gelaufen – Kopfhörer im Ohr, Telefon in der Tasche, und gleichzeitig im Coaching-Gespräch. Das ist meine liebste Art zu arbeiten.
Die Idee ist einfach: Wir telefonieren, während wir beide draußen unterwegs sind. Ich laufe durch den Wald hier bei mir, du an deinem Lieblingsort. Kein Bildschirm, kein Kamerawinkel, keine Meeting-Atmosphäre.
Was Bewegung mit dem Denken macht
Was mir dabei immer wieder auffällt: Bei Themen, über die jemand tagelang nachgedacht hat, kommen beim Gehen plötzlich Gedanken, die vorher nicht da waren. Der Körper ist in Bewegung, der Kopf hat Raum. Gedanken, die beim Sitzen am Tisch feststecken, kommen ins Fließen.
Im Coaching erlebe ich das regelmäßig. Eine Klientin hat mir nach ihrer Walk & Talk Session geschrieben: „Das ist richtig interessant – mit der Bewegung in der Natur, und dass es noch über Telefon möglich ist. Das ist wirklich eine besondere Sache." Eine andere ist zweimal um ihren Lieblingssee gelaufen und hat danach gesagt: die Gedanken sind einfach von alleine gekommen.
Wenn jemand beim Spazieren über etwas nachdenkt, das ihn schon lange beschäftigt, passiert oft etwas. Der Blick weitet sich. Die Antworten kommen nicht erkämpft, sondern tauchen auf.
In Präsenz machen wir das einfach: Wir treffen uns und laufen eine Runde zusammen. Walk & Talk per Telefon ist das Remote-Pendant dazu – dieselbe Idee, egal wo man gerade ist.
Warum Telefon und nicht Video?
Das fragen mich viele, die Coaching bisher nur per Zoom kennen.
Viele sitzen sowieso den ganzen Tag am Bildschirm. Dann noch eine Stunde Kamera – das fühlt sich einfach nach mehr Schreibtisch an. Und im Video-Call machen manche das Bild eh irgendwann aus.
Über die Stimme kann ich als Coach genauso viel wahrnehmen wie im Video – manchmal sogar mehr. Ton, Pausen, Sprechtempo. Und im Ohr ist man der anderen Person oft näher als auf dem Bildschirm.
Das Entscheidende: Beim Telefonieren bist du in Bewegung. Und das macht einen Unterschied.
Dazu kommt etwas Persönliches: Ich höre viel – Podcasts, Hörbücher. Zuhören liegt mir im Blut. Übers Telefon bin ich ganz da. Für mich ist das das natürlichste Format, das es gibt.
Wie eine Session konkret abläuft
Wir verabreden einen Termin – so wie bei jeder anderen Coaching-Session auch. Bei der Buchung gibst du deine Telefonnummer an. Zur verabredeten Zeit rufe ich dich an – kein Link, kein Login, kein Warteraum.
Meine Nummer findest du auf der Kontaktseite, falls du wissen möchtest, wer dich anruft.
Zur verabredeten Zeit gehst du raus. Ich gehe raus. Wir telefonieren eine Stunde.
Das Gespräch kann aufgezeichnet werden – dann musst du nichts mitschreiben und kannst dich voll auf das konzentrieren, was gerade wichtig ist. Wer lieber mitschreibt: ein Zettel in der Tasche funktioniert, oder ein paar Stichworte direkt im Handy. Beides geht.
Was du brauchst
Weniger als du vielleicht denkst. Dein Handy reicht im Grunde. Dazu einen Weg, wo du dich frei unterhalten kannst – irgendwo mit wenig Betrieb, damit das Gespräch vertraulich bleibt. Ich empfehle In-Ear-Kopfhörer, weil dann die Hände frei sind – manchmal reicht auch einfach nur eine Seite.
Wie du gehst, ist egal. Schlendern, mal stehenbleiben, weitergehen – es kommt, wie es kommt. Ich erlebe da sehr verschiedene Stile.
Und wer gar nicht gehen will: auch kein Problem. Manche setzen sich lieber auf die Terrasse mit Ausblick oder in einen Sessel am Fenster. Hauptsache weg vom Schreibtisch, in der eigenen Umgebung. Das funktioniert genauso.
Walk & Talk ist eine Option – nicht die einzige
Ich sag das bewusst: Walk & Talk ist nicht das einzige Format. Wer lieber per Videocall arbeitet oder in Präsenz – Café, Spaziergang zu zweit, irgendwo wo es passt – auch das ist möglich.
Oft wird Zoom, Teams oder Meet einfach als Standard vorausgesetzt. Ich finde: Es gibt mehr Möglichkeiten, als die meisten auf dem Schirm haben. Nicht entweder/oder, sondern: Was passt dir gerade?
Viele, die Walk & Talk ausprobiert haben, hatten es vorher nicht in Betracht gezogen. Und waren froh, dass es diese Option gibt.